Die Orgel in unserer Kirche

Spieltisch der Orgel
Bildergalerie zur Orgel

Die Planungen für eine neue Orgel in Dünnwald begannen im Februar 1963. Von der Kölner Orgelbaufirma Willi Peter wurden die ersten Maße in der Kirche genommen und dann im Zusammenwirken mit dem Landeskirchenamt und dem Kölner Architekten Jürgen Koerber das Aussehen und der Standort der neuen Orgel auserkoren.

Aufgrund der Enge des Kirchraumes musste eine besondere Lösung gefunden werden, die sowohl den technischen Voraussetzungen einer einwandfrei funktionierenden und klingenden Orgel, als auch ihrem Aussehen und dem Standort Rechnung tragen sollte. So fand man den Kompromiss, die Orgel fast wie eine Schwalbennestorgel auf engstem Raum im vorderen Bereich der Kirche aufzustellen, den Spieltisch auf die Empore im hinteren Bereich zu setzen, damit Orgelspiel und Chordirigat problemlos möglich waren.

Dies bedingte jedoch auch, dass die Orgel eine elektrische Ton- und Registersteuerung erhalten musste, da eine mechanische Lösung (Steuerung) unter diesen Umständen viel zu kompliziert gewesen wäre. Zusätzlich musste aufgrund der Platzsituation der Orgel eine spezielle Windladenkonstruktion gefunden werden, die platzsparend die acht Register in das kleine Gehäuse zusammen fassen konnte. So wurde eine sogenannte Zwillingslade gebaut.

Der Bau unserer Orgel wurde im Juni 1967 vollendet. Das Instrument wurde seit Mitte April 1967 im Kirchenraum montiert und in 2,5 monatiger Arbeit fertig gestellt. Die Arbeiten zur Herstellung der Orgelteile und ihrer Zusammensetzung dauerten ca. sechs Monate.

In der Orgel befinden sich 646 Orgelpfeifen, davon 71 Pfeifen aus Holz, die restlichen aus Metall. Die Mensuren (Pfeifenproportionen) wurden in Zusammenarbeit mit dem Orgeltheoretiker und Pfarrer Karl Rößler erstellt. Die größte Pfeife ist ca. 2,60 Meter lang und wiegt gute 15 Kilogramm, die kleinste Pfeife ist nur 8 Millimeter lang und wiegt gerade mal 25 Gramm.

Die Disposition der Orgel:

Pedal (C - f¹)Hauptwerk (C - g³)Nebenwerk (C - g³)
Untersatz 16'Rohrflöte 8'Gedeckt 8'
 Prinzipal 4'Blockflöte 4'
 Mixtur 4 f.Prinzipal 2'
  Sesquialtera 2 f.
Koppeln II/P, I/P, II/I
1 freie Kombination

Für die Informationen zu Historie und Technik vielen Dank an Christoph Böttcher von der Fa. Peter.